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Darmgesundheit

Unsere Darmgesundheit hat eine zentrale Rolle für unsere gesamte Gesundheit

Unser Darm spielt eine der zentralste Rolle in unserem Körper. Er ist nicht nur für die Verdauung und Resorption unserer Nahrung zuständig, sondern ist ein Teil unseres Immunsystems und ist damit an der Ausbildung von chronischen bzw. Autoimmun Geschehen beteiligt.

Des Weiteren hat er Einfluss auf unsere Hormone. Im Darm wird beispielsweise der Östrogenstoffwechsel mit reguliert. Dadurch ist auch bei Kinderwunsch, polyzystischem Ovarialsyndrom oder Unfruchtbarkeit eine Untersuchung des Darmzustandes ratsam.

Auch bei der mittlerweile sehr gehäuft anzufinden „Insulinresistenz“, einer Vorstufe von Diabetes 2.

Neuste Forschungsergebnisse zeigten, dass auch ein direkter Zusammenhang zwischen unserer Darmflora (unserem Mikrobiom) und unserer psychischen Gesundheit besteht. Depressionen, Stimmungsschwankungen, etc. können durch die Zusammensetzung dieser Flora beeinflusst werden.

Unsere Darmgesundheit ist somit zentraler Dreh- und Angelpunkt für die Entstehung von Krankheiten bzw. dem Erhalt unserer Gesundheit.

Wie kommt es nun zur Entstehung von Krankheiten?

Zumeist sind stille Entzündungen mitverantwortlich bei der Krankheitsentstehung.  

Diese sog. „Silent inflammation“ sind für uns anfänglich nicht wahrnehmbar, jedoch – wenn sie über längere Zeit verbleiben und nicht behandelt werden – zu körperlichen Symptomen führen. Das können zu Beginn Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden, chronische Müdigkeit oder eine verstärkte Infektanfälligkeit sein. Im Fall unseres Verdauungsystems können z.B. Nahrungsmittelunverträglichkeiten auftreten, verstärkte Blähungen, Völlegefühl, Durchfälle oder Verstopfung. Langfristig mündet es bei Nicht-Behandlung in schweren Krankheitsbildern oder chronischen Geschehen (Diabetes, Arteriosklerose,…).

Auslöser von stillen Entzündungen können sein:

  • chronischer Stress
  • schlechte Ernährung
  • Umweltschadstoffe
  • Allergene
  • ein „löchriger“ Darm (Leaky gut Syndrom)
  • schlechter Zahnstatus

Schulmedizinisch diagnostizierbare Krankheitsbilder in unserem Verdauungsystem sind die chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa oder Zöliakie. Wenn untersuchungstechnisch nichts gefunden wird, wird häufig die Diagnose „Reizdarm“ ausgegeben.

In meiner Praxis zeigt sich häufig, dass folgende Symptomatiken nicht bzw. nicht in der entsprechenden Tiefe untersucht wurden/werden:  

  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Lactose, Fructose, Sorbit, Salicylat), -allergien
  • Leaky Gut Syndrom
  • Histamin Intoleranz
  • Dünndarmfehlbesiedelung (SIBO)
  • Pankreasinsuffizienz
  • Gallensäureverlustsyndrom
  • Parasiten

Diagnostik und Therapie

Das A und O bei Verdauungsbeschwerden ist das Erstgespräch und eine grundlegende Diagnostik. Dazu gehören je nach Beschwerdebild:

  • Analyse des vegetativen Nervensystems (Stressdiagnostik)
  • Stuhluntersuchung (Zusammensetzung Mikroflora, Verdauungsrückstände, Entzündungsmarker, Schleimhautimmunität, Gallensäureverlust)
  • Urinuntersuchung (z.B. Histaminmetabolismus)
  • Blutuntersuchungen (z.B. Entzündungsmarker, Enzymaktivitäten z.B. DAO, Mineralstoffmängel)
  • Speichteltests (v.a. bei hormonellen Störungen)
  • Atemtests zur Aufklärung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Atemtest zur Feststellung einer Fehlbesiedlung des Dünndarms

Je nach Befund wird ein entsprechender individueller Therapieplan inkl. Ernährungsempfehlungen erstellt. Die Dauer richtet sich nach der Diagnose, ist aber zumeist im Verdauungsbereich längerfristig angelegt (ca. ½ bis 1 Jahr).

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